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Mittelbayerische Zeitung: Artikel vom 08.04.2009, 21:22 Uhr
Fledermaus inspirierte die Didgeridoo-Gruppe
Vor allem in Kombination mit weiteren Instrumenten wie Trommeln, Flöten oder Klangschalen ergibt sich in der „Wamaluru“-Musik eine Mischung aus Tönen und Rhythmen, die durchaus meditativen Charakter hat: „Unsere Musik soll die Menschen dazu bringen, vom Alltag abzuschalten, leicht in eine andere Welt einzutauchen“, lautet der Anspruch der Mitglieder der Gruppe.
„Wamaluru“: Das sind Martina Falk, Rolf Bach, Andreas Stigler, Alex Franke und Christian Sendtner. Kennengelernt hat sich das „Quintett“ im Herbst 2002 in den Höhlen im Altmühltal. Gemeinsam begann man zu musizieren – unter anderem im Wald, wo die Gruppe auch auf ihren Namen kam, erinnert sich Christian Sendtner: „Während wir spielten, kam eine Fledermaus, die sich irgendwann auf Martinas Fuß niederließ und dort über eine Minute sitzen blieb.“ Rolf Bach sei dann auf die Idee gekommen, die Gruppe „Wamaluru“ zu taufen, was übersetzt „Geist in Gestalt einer großen Fledermaus“ bedeutet.
Das gemeinsame Musizieren habe sich „automatisch ergeben“, ohne große Absprache, erzählt Alex Franke: Das Verhältnis zueinander habe einfach gepasst. Der erste Auftritt von „Wamaluru“ fand 2003 im Bayerischen Wald statt – spontan, auf eine Einladung der Glashütte Sellner hin, wo die fünf Musiker gläserne Didgeridoos gekauft hatten. Im Landkreis Kelheim waren „Wamaluru“ erstmals im Juli 2005 zu hören, als im Alten Pfarrhof in Schambach „Didgeridoo und Rilke“ aufgeführt wurden. Seit 2005 ist die Gruppe regelmäßig bei der Kelheimer „Blauen Nacht“ dabei, plant auch heuer dort wieder einen Auftritt. Kaum zu glauben – aber von den fünf „Wamaluru“-Mitgliedern war noch keines jemals in Australien: „Das Land und die Kultur faszinieren uns“, meint Andreas Stigler. „Aber wir werden immer unseren eigenen Stil spielen, weil wir eben nicht in der australischen Tradition verwurzelt sind“, sagt Christian Sendtner. Entscheidend seien die Liebe zu den Klängen und das Rhythmusgefühl.
Bevor die Gruppe auftritt, skizziert sie die Lieder vorab nur grob in Form und Instrumentalisierung – der genaue Konzertablauf ergibt sich aus der Improvisation und der Fähigkeit, musikalisch aufeinander einzugehen. „Dieselben Stücke klingen zwar immer ähnlich, aber doch nie gleich“, fasst Martina Falk zusammen. Und: Nicht der Profit, sondern die Freude am Spiel steht im Mittelpunkt bei „Wamaluru“. Viele Auftritte geben die Musiker unentgeltlich, denn: „Der größte Lohn ist, wenn es dem Publikum gefällt.“ Bettina Gröber, MZ
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